Tuesday, 28 October 2014

Erich Fried


Gespräch mit einem Überlebenden

 
Was hast du damals  getan
Was du nicht hättest tun sollen?
„Nichts!“
Was hast du nicht getan
Was du hättest tun sollen?
„Das und das dieses und jenes: Einiges“
Warum hast du es nicht getan?
„Weil ich Angst hatte“
Warum hattest du Angst?
„Weil ich nicht sterben wollte“
Sind andere gestorben
Weil du nicht sterben wolltest?
„Ich glaube ja“
Hast du noch etwas zu sagen zu dem was du nicht getan hast?
„Ja: Dich zu fragen, was hättest du an meiner Stelle getan?“
Das weiß ich nicht
Und ich kann über dich nicht richten.
Nur eines weiß ich:
Morgen wird keiner von uns leben bleiben
Wenn wir heute wieder nichts tun

Saturday, 25 October 2014

Nur du

Nur du
 
Ein Blick in deine Augen, die mir so viel offenbarten.
Ich kann nicht aufhören an dich zu denken.
Jede freie Minute, verbringe ich damit,
meine Gedanken an dich zu verschenken.
Ich muss damit aufhören, mich nach dir zu verzehren.
Mein Verstand sagt mir, ich muss dich entbehren.
Doch was weiß denn schon der Verstand,
so lege ich mein Herz in meine Hand.

... und so beginne ich zu fühlen ...
 

Friday, 24 October 2014

Herbst - Wehmut


Gerade im Herbst, fühlen viele die Wehmut langsam herauf kriechen!

Wir erinnern uns an Momente aus dem Urlaub, Gefühle, die im Sommer aufloderten. Denken an die Energie des Feuers. Nur schwer, lassen sich diese Momente und Gefühle herauf beschwören.

Die Wehmut jedoch hilft uns dabei.

Ein kleiner Moment, ein Kribbeln im Bauch, ein kleiner Stich im Herzen, ein traumversunkener Blick, ein tiefes Seufzen.

Sich an etwas erinnern, etwas Wunderbares, dass uns für einen kleinen Moment lebendig macht – das ist Wehmut.

Wehmut


An die Wehmut

 

Du, die im Sternenschleier Der Nächte wandeln geht, Wo Traum und Ahnung freier  Um fromme Seelen weht,

 Wo sich von grünen Grüften Die grüne Hoffnung hebt

 Und in den Himmelslüften Mit Engeln selig schwebt,

 

 Die dann um stille Seelen Ihr zartes Dunkel spinnt,

 Die Wunder zu erzählen, Die hoch im Himmel sind,

 Die dann die hellen Saiten Des tiefsten Herzens rührt

 Und durch die langen Zeiten Die Geister wandeln führt –

 

Sei süß mir, o Huldinne, Sei, Wehmut, mir gegrüßt!

 Die mild durch alle Sinne Gleich Himmelsquellen fließt,

 Die Gram und heißes Sehnen In sanften Schlummer lullt

 Und in der Flut der Tränen Ertränkt die bittre Schuld.

 

 Dir will ich ewig danken, Dir, meiner Nächte Lust,

 Die weich mit Himmelsranken Umflicht die wunde Brust,

 Die süße Liebesworte Mit Engeltönen singt

 Und an der Himmelspforte Der Sehnsucht Glocken ringt.

 

 Dich will ich ewig loben, Dich und die Schwester dein,

 Die Liebe, die nach oben Auch lockt der lichte Schein,

 Die Liebe, die auf Erden Wohl nie Genüge find't,

 Oft traurig an Gebärden, Gleich dir ein himmlisch Kind.

 

 O bleibet, süße beide, O bleibt mir ewig treu!

 Daß fröhlich ich im Leide, In Freuden traurig sei.

 Was flache Toren preisen, Das mag mein Glück nicht sein,

 Wo eure Sterne kreisen, Da kann ich selig sein.

 

Ernst Moritz Arndt, 1813

 

 

 

Monday, 20 October 2014

Guten Morgen!!!



Als ich heute Morgen durch den Wald gestapft bin und ich sehr dankbar darüber war, das machen zu können, anstatt wie manche andere, in die Arbeit zu hetzen, war mir einfach nach einem DANKE.



Tuesday, 14 October 2014

Neulich

Neulich
 
Neulich, am Weg nach oben, der Sonne entgegen.
Die Atmung ging schnell!
Der Gipfel kam näher, die Bäume wichen
Und es wurde hell.
Niemand sagte ein Wort, wir lächelten nur,
haben erreicht das DORT.
 
Dass Dort, wir glaubten nicht, das die Zeit
 für das Erklimmen des Gipfels reicht
Doch Geduld es ging ganz leicht.
Wir wollten unsere Begeisterung in Worte fassen
Und haben ein kleines Gedicht hinterlassen.

Monday, 13 October 2014

Die wunderbare Welt der weiblichen Energie


Die Yin-Energie

 

Ich muss jetzt mal sagen, dass Shiatsu eine ganz tolle, wunderbare Behandlung ist. Doch hat es noch viele andere Seiten. Für mich als Praktikerin, hat es in mir ganz neue Seiten geweckt.

Mit Worten zu spielen!

Versuche mal, etwas, dass du fühlst, mit Worten zu beschreiben! Es ist fast unmöglich. Denn das, was du fühlst und mit Bildern siehst, kannst du nur schwer in Worte fassen und doch möchte ich meinen Klienten, das was ich spüre, fühle und sehe vermitteln können.  Es ist natürlich nicht wichtig, alles zu vermitteln oder gar zu zerreden! Aber hin und wieder möchte ich, dass sie mit mir eintauchen, in diese wunderbare Welt ihrer eigenen Gefühle …

Es gibt sicher viele Arten, wie sich diese Energie zeigt, aber eine davon, jene, die ich heute in einer Behandlung erleben durfte, über diese möchte ich euch berichten.

Während ich die Leber behandelte und der Fokus ins Weite ging, spürte ich so eine ganz feine, schimmernde, liebliche Energie. Es ging um die weibliche, weiche, feminine Seite, die ganz sanft nach oben will.

Diese Energie hatte etwas elfenhaftes, verspieltes, sanftes. Eine leise und doch sehr eindrucksvolle, bleibende Melodie. Nicht greifbar und sehr zart. Es war, wie ein Wort, nachdem du suchst und plötzlich, fällt es dir ein und du glaubst es zu haben, es liegt auf der Zunge und dann ist es weg.

Sie war so sinnlich!

Die Energie hat mich sehr beeindruckt und hat etwas Bleibendes, etwas Tiefes hinterlassen.

Diese Seite, der weiblichen Energie, kennen lernen zu dürfen, war für mich das größte Geschenk heute, vielleicht auch für die Woche oder das nächste Monat. Vielleicht erlebe ich aber schon morgen wieder etwas Wunderbares.